7. Fachtag von S.I.G.N.A.L. e.V. Fotos: Anna Zagidullin

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Dienstag, 19. Juni 2018
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Versorgung Jugendlicher nach sexueller Gewalt ohne Elterneinbezug

Bericht: 7. Fachtag von S.I.G.N.A.L. e.V.: „Meine Eltern sollen das nicht wissen – Ärztliche Versorgung Jugendlicher nach sexueller Gewalt ohne Einbezug der Eltern“

Im Mai 2018 hat S.I.G.N.A.L. e.V. die Ergebnisse einer Expertise zur medizinischen Versorgung und Spurensicherung nach sexueller Gewalt bei Jugendlichen ohne Einbezug von Eltern vorgelegt. S.I.G.N.A.L. e.V. macht sich stark für Intervention im Gesundheitsbereich gegen häusliche und sexualisierte Gewalt. Der Verein engagiert sich bereits seit 2002 für eine sensible und kompetente Berücksichtigung Beachtung von Gewalterfahrungen in der gesundheitlichen Versorgung.

Ein interdisziplinäres Expertenteam des Deutschen Institutes für Jugendhilfe und Familienrecht hat in der Expertise folgende Fragen bearbeitet und beantwortet: Kann und darf für Jugendliche nach einer Vergewaltigung medizinische Versorgung und Spurensicherung erfolgen, ohne dass die Eltern informiert werden? Wenn ja, unter welchen Bedingungen ist dies möglich? Wer trägt die Kosten? Muss das Jugendamt einbezogen werden?

Diese Expertise hat für alle auf diesem Gebiet tätigen Fachleute die wesentlichen rechtlichen Unsicherheiten beseitigt und zeigt Brücken in Beratung und therapeutische Hilfen auf. Der Paritätische Wohlfahrtsverband LV Berlin e.V. hat die Expertise finanziell unterstützt, um mehr Klarheit und Rechtssicherheit in dieses komplexe Thema zu bringen. Das Gutachten sichert die Ärztinnen und Ärzte sowie Mitarbeitende der Jugendämter rechtlich ab, sodass sie im Sinne der betroffenen Kinder- und Jugendlichen ohne Einwilligung der Sorgeberechtigten medizinische Versorgung, Spurensicherung und vertrauliche Beratung leisten können und dürfen.

Die Ergebnisse der Expertise wurden am 11. Juni 2018 im Rahmen des Fachtags „Meine Eltern sollen das nicht wissen – Ärztliche Versorgung Jugendlicher nach sexueller Gewalt ohne Einbezug der Eltern“ von S.I.G.N.A.L. e.V. dem breiten Fachpublikum vorgestellt. Vertreterinnen und Vertreter aus Kliniken, Senatsverwaltungen, Jugendämtern, Polizei und Fachberatungsstellen sind zum Fachtag gekommen, um gemeinsam darüber zu beraten, wie die Ergebnisse des Gutachtens in der Praxis berücksichtigt und die Situation von Kindern und Jugendlichen verbessert werden können.

Boris Velter, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, hat dabei die Bedeutung der Expertise unterstrichen und die Unterstützung bei der Umsetzung der Ergebnisse in der Praxis zugesagt.

„Die betroffenen jungen Menschen haben Recht auf unabhängige medizinische Versorgung nach sexueller Gewalt“, so Dr. Gabriele Schlimper, Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes LV Berlin e.V., in ihrer Begrüßung auf dem Fachtag. „Die Ergebnisse der Expertise müssen auch Eingang in die Präventionsarbeit in Berlin finden. Dafür machen wir uns stark“, führte sie weiter aus. Unter dem Paritätischen Dach in Berlin sind 15 Mitgliedsorganisationen im Bereich Antigewaltarbeit, rund 20 im Bereich Frauen und Mädchen sowie mehr als 200 im Bereich Kinder- und Jugendhilfe tätig. Das ist eine hervorragende Arbeitsgrundlage für die Kooperationen und gute Arbeit in Berlin auf diesem Gebiet.

Die Expertise können Sie hier herunterladen: signal-intervention.de/download/Infothek_Expertise_Aerztliche_Versorgung_Minderjaehriger_nach_sexueller_Gewalt_5_2018.pdf

 

Kontakt zum S.I.G.N.A.L. e.V.:

S.I.G.N.A.L. e.V.

Koordinierungs- und Interventionsstelle

Sprengelstr. 15

13353 Berlin

Fon: 030 - 275 95 353 / 246 30 579
Email: info(at)signal-intervention.de

Internet: www.signal-intervention.de

 

Grußwort von Dr. Gabriele Schlimper, Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes LV Berlin e.V., auf dem Fachtag am 11. Juni 2018:

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