Das SOS-Kinderdorf veranstaltete einen Agenda-2030-Workshop in der Botschaft für Kinder. Mit dabei war auch der Bundespräsident a.D. Christian Wulff. Foto: Dirk Michael Deckbar

Barbara Winter
Barbara Winter Kinder & Jugendliche Eltern Wissenschaft Fachöffentlichkeit & Politik Top-Beitrag Jugendarbeit
Dienstag, 24. Oktober 2017
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Agenda-2030-Workshop für Jugendliche mit Christian Wulff

Das SOS-Kinderdorf veranstaltete einen Workshop in der Botschaft für Kinder: Die Ideen präsentierten die Jugendlichen anschließend dem Bundespräsidenten a.D. Christian Wulff, Jasmin Burgermeister, Jugenddelegierte der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen, Nizar Rokbani, Unternehmer aus Berlin und Sofia Garcia Garcia, Vertreterin SOS-Kinderdorf International bei den Vereinten Nationen.

Am 25. September 2015 verabschiedeten die Vereinten Nationen in New York die „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“. SOS-Kinderdorf hatte zwölf Jugendliche im Alter von zwölf bis 18 Jahren eingeladen, ihre Erwartungen und ihr Engagement für die Agenda 2030 in einem Workshop zu erarbeiten. Die Ergebnisse stellten die jungen Menschen Bundespräsident a. D. Christian Wulff, Jasmin Burgermeister, Jugenddelegierte der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen und Sofia Garcia Garcia, Vertreterin SOS-Kinderdorf International bei den Vereinten Nationen bei einer Veranstaltung am Montagabend, 16. Oktober 2017, in der Botschaft für Kinder von SOS-Kinderdorf vor. Die heutigen Jugendlichen sind 2030 junge Erwachsene. Ihre Stimme und ihre Anliegen müssen bei der Umsetzung der Agenda Gehör finden.

Die Teilnehmer des Workshops diskutierten eifrig, wie eine Gesellschaft aussehen soll, in der jeder gerne lebt.  © Dirk Michael Deckbar

Am Tag zuvor trafen sich die vier Mädchen und acht Jungen gemeinsam mit Dr. Daniel Schade von der Universität Magdeburg in der Botschaft für Kinder von SOS-Kinderdorf. Gemeinsam mit Jasmin Burgermeister, Jugenddelegierte der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen, hatte er einen Workshop für die Jugendlichen konzipiert. Dazu wurden die Ziele der Agenda 2030 jeweils den Jugendlichen zugeordnet, die sie gegenüber den anderen als besonders wichtig verteidigen sollten. Gemeinsam kamen sie zu dem Schluss, dass nicht ein einzelnes Ziel mehr als ein anderes wiege, sondern vielmehr alle Ziele parallel verfolgt werden müssen. Sie erarbeiteten ihre Gedanken und Vorstellungen, wie die Herausforderungen der Zukunft angepackt werden sollten.

Egal ob 12 oder 18 - jeder hatte gute und sinnvolle ideen.  © Dirk Michael Deckbar

 
Ihre Ideen und Ergebnisse aus dem Workshop präsentierten die Jugendlichen direkt am nächsten Tag. Sie erläuterten Bundespräsident a.D. Christian Wulff, Jasmin Burgermeister, Jugenddelegierte der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen, Nizar Rokbani, Unternehmer aus Berlin und Sofia Garcia Garcia, Vertreterin SOS-Kinderdorf International bei den Vereinten Nationen ihre Erwartungen an Regierungsverantwortliche, welche Verantwortung die Gesellschaft bei der Erfüllung der Aufgabe trägt und was die junge Generation selbst zur Erreichung der Ziele beitragen sollte. „Die jungen Menschen haben ihre Anliegen prägnant auf den Punkt gebracht“, lobte Christian Wulff, Bundespräsident a. D., die Leistung. „Es steht in unserer Verantwortung, dass die Ziele der Agenda 2030 erreicht werden, um für jetzige und spätere Generationen eine lebenswerte Zukunft zu geben.“


Kindern und Jugendlichen eine Stimme geben

Der SOS-Kinderdorf e.V. setzt sich für positive Lebensbedingungen für alle Kinder und Jugendlichen ein. Dazu gehört, ihre Rechtsstellung zu stärken – insbesondere fordert SOS-Kinderdorf angemessene Beteiligungs-, Schutz- und Förderrechte für alle Kinder. Es ist eines der Kernanliegen der Organisation, Kinder und Jugendliche dabei zu unterstützen, ihre Rechte zu erlangen und wahrzunehmen. Für SOS-Kinderdorf sind junge Menschen Experten in eigener Sache: Der Verein legt in seiner pädagogischen Arbeit großen Wert darauf, dass Kinder ihre Rechte kennen und sie an den sie betreffenden Entscheidungen beteiligt werden. Zu den Beteiligungsstrukturen in den SOS-Einrichtungen gehören etwa Kinderdorfräte, Kinder- und Jugendparlamente, Beteiligungsmentoren und vereinsweite Kinderkonferenzen.
SOS-Kinderdorf ergreift Partei für Kinder, Jugendliche und Familien, insbesondere für sozial benachteiligte. So fordert der Verein seit langem die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz und setzt sich dafür ein, dass alle Kinder die gleichen Chancen erhalten, ihre Potentiale auszuschöpfen.
 

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