Kinderrechte sind der Kinderdorf-Erzieherin Ina Wetzel ein wichtiges Anliegen. Foto: Albert-Schweitzer-Kinderdorf Berlin

Silke Beuningh
Silke Beuningh Beteiligung macht stark! Kinder & Jugendliche Fachöffentlichkeit & Politik
Donnerstag, 19. Mai 2016
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Silke Beuningh Beteiligung macht stark! Kinder & Jugendliche Fachöffentlichkeit & Politik

Das Thema „Kinderrechte“ im Kinderdorf-Alltag

„Ich will die Kinder stärken“

Ina Wetzel arbeitet seit 2008 als Erzieherin im Albert-Schweitzer-Kinderdorf Berlin e.V. Die gebürtige Schwäbin setzt sich mit ganzer Kraft für die Rechte von Kindern ein.

Gemeinsam mit anderen Pädagogen des Kinderdorfes erarbeitet sie eine Kinderrechte-Broschüre: „Wir wollen sie allen Kindern überreichen, die künftig bei uns Schutz und ein neues Zuhause finden.“

Erzieherin Ina Wetzel, Foto: Boris Trenkel

Warum sind Kinderrechte so elementar?

„Wir möchten die Kinderbei uns zu selbstbewussten, selbstbestimmten Menschen erziehen“, sagt Ina Wetzel. „Viele Kinder, die zu uns kommen, wissen gar nicht, dass sie überhaupt Rechte haben.“ Ganz besonders wichtig: das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung. „Leider gelten gelegentliche Ohrfeigen bis heute als Erziehungsmittel – auch in sogenannten normalen Familien.“
Da sträuben sich bei Ina Wetzel die Nackenhaare: „Gewalt bringt nur neue Gewalt hervor. Schläge sind demütigend und inakzeptabel.“

Auch das Recht auf Bildung, auf Zugehörigkeit zu einer Familie oder einer Gemeinschaft, das Recht auf Meinungsfreiheit findet Ina Wetzel enorm wichtig. „Mit viel Geduld, Liebe und dem praktischen Vorleben in der Gruppe werden die Werte im Kinderdorf-Alltag umgesetzt“, verrät die Erzieherin.
So weiß zum Beispiel jedes Kind in unserem Haus: Ins Zimmer eines anderen Kindes wird nicht einfach reingegangen, keine Post von anderen aufgemacht. Auch den respektvollen Umgang miteinander üben wir täglich.“

Natürlich gibt es auch lustige Auswüchse des Rechthabens. „Nach und nach werden Kinder mutiger. So sagte unsere damals Fünfjährige vor einem Jahr zu uns: Wann ich abends meine Zähne putze, bestimme immer noch ich. Basta!“ Ina Wetzel schmunzelt. „Ich sehe das als Zeichen der Lebendigkeit. Da hat ein Denkprozess bei unseren Kindern stattgefunden.“


Die Autorin:

Silke Beuningh, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Albert-Schweitzer-Kinderdorf

 

Der Artikel erschien zuerst im aktuellen Kinderlandheft.

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