Ein Teil der Mentor*innen des neuen internen Programms bei AspE e.V. Foto: Dimitrios Allimonos

Anne Beyer
Anne Beyer Neukölln Qualifizierung & Fachlichkeit Fachöffentlichkeit & Politik
Montag, 12. März 2018
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Erfahrungen mit Mentoring-Programm im Flexbereich

Seit Mitte 2017 gibt es für alle neuen Mitarbeiter*innen bei AspE e. V. verpflichtend ein neues Mentoring-Programm. Wir befragten dazu Dimitrios Allimonos, Bereichsleitung ambulante Hilfen und Projektleitung des Mentoring-Programms, und Stefanie Schäfer, seit einem halben Jahr Mentorin.

Was ist das Ziel des Mentoring-Programms?

Dimitrios Allimonos: Wir wünschen uns für alle neuen Mitarbeiter*innen im Flexbereich eine fundierte, schnelle und sichere Einarbeitung. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass jeder und jede sich seine eigenen Strukturen erarbeiten muss und wir wollen dabei beratend unterstützen.

Stefanie Schäfer: Es geht auch zunächst einmal um das Kennenlernen der Organisation, unserer Strukturen, der Teams, Inhalte, Vernetzung, Rechnungswesen und Ablaufpläne. Wir leisten auch kollegiale fallbezogene Beratung, wobei im geschützten Rahmen erste Fragen beantwortet werden. Es kommt dabei auch sehr darauf an, ob jemand schon einmal in der Familienhilfe tätig war oder aus einem anderen sozialen Bereich ursprünglich kommt.


Wie viele Teams gibt es bereits?
Dimitrios Allimonos: Wir haben jetzt sieben Kolleg*innen als Mentor*innen ausgebildet. Im Moment gibt es zwei Teams. Wie Stefanie eben schon sagte, gibt es gerade bei neuen Kolleg*innen, die zuvor noch nicht in der Familienhilfe tätig waren, auch oft Fragen wie zum Beispiel „Wie komme ich in die Familien rein? Wie gestalte ich den Vertrauensaufbau zum Klienten?“ Manchmal geht es auch schon um schwierige Themen wie Kinderschutzfälle. Wir versuchen dann gemeinsam konkrete Lösungsvorschläge zu erarbeiten.


Wie läuft das Mentoring-Programm konkret ab?
Stefanie Schäfer: Bei Abschluss des Arbeitsvertrages im Flexbereich erhält der oder die neue Mitarbeiter*in durch die Bereichsleitung einen Mentor oder eine Mentorin zugewiesen. Die Bereichsleitung organisiert das erste Treffen, das in der Regel 60 Minuten dauert. Während des sogenannten Matchings werden die ersten vorgegebenen Gesprächs- und Einführungstermine verbindlich terminiert. Unmittelbar darauf gebe ich als Mentorin meinem Mentee eine zweistündige Einführung in die Organisation, das Team und relevante Abläufe. Ich überreiche dann z. B. auch einen Stick mit den wichtigsten Dokumenten und Formularen, die wir benötigen, und erkläre, wie ich meine Arbeit strukturiert habe. In vielen Abläufen sind wir recht frei, ein eigenes System zu erarbeiten. Aber gerade am Anfang hilft es, zu wissen, wie andere es machen.

Dimitrios Allimonos: Nach spätestens vier Wochen treffen sich Mentor*in und Mentee wieder zu einem zweistündigen Beratungstermin, in welchem die bereits angesprochene kollegiale Fallberatung ansteht. Zum Monatsende des ersten Einsatzes des Mentees erfolgt eine zweistündige Einführung in die Rechnungslegung, und die erste Abrechnung wird gemeinsam erstellt. In den darauffolgenden sechs Monaten stehen zwei weitere verbindliche Gesprächstermine à 90 Minuten an. Der letzte Termin, ebenfalls 90 Minuten lang, gilt als Abschlusstermin und wird von der Bereichsleitung begleitet.

Stefanie Schäfer: Innerhalb meiner Arbeitszeit stehe ich meinem Mentee als Ansprechpartnerin zur Verfügung. So bin ich in dringenden Angelegenheiten auch kurzerhand telefonisch für sie erreichbar. Dafür haben wir ein Zeitbudget von fünf Stunden innerhalb des halben Jahres, was aber durch die Bereichsleitung aufgestockt werden kann.


Wie sind die ersten Erfahrungswerte nach einem halben Jahr Mentoring-Programm?
Dimitrios Allimonos: Sehr gut. Der Rahmen hat sich als praktikabel erwiesen und die ersten Feedbacks sind positiv. Wir freuen uns, wenn neue Mitarbeiter*innen sich willkommen fühlen und gut eingearbeitet werden.

Stefanie Schäfer
: Ich bin 2009 im Bereich der sozialen Gruppenarbeit bei AspE e. V. eingestiegen und hatte damals das Glück, eine sehr erfahrene Kollegin an meiner Seite zu haben. Ich freue mich, dass wir das Prinzip des Mentorings jetzt auch bei neuen Kolleg*innen im Flexbereich realisiert haben.

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