„Es geht um mehr, als ein Dach über dem Kopf!“

Berliner Kinderschutzbund fordert mehr Schutz für geflüchtete Kinder

Angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen warnt der Berliner Kinderschutzbund davor, den Schutz der einzelnen Kinder aus den Augen zu verlieren. „Wir wissen, dass gerade der absolute Ausnahmezustand herrscht. Aber trotzdem kann es nicht nur darum gehen, den geflüchteten Kindern und Familien ein Dach über dem Kopf zu geben“, sagte Sabine Walther, Geschäftsführerin des Berliner Kinderschutzbundes.
Trotz der Notsituation von vielen, sei es wichtig im Blick zu behalten, dass Gewalt gegen Kinder und allein reisende Frauen durch fehlende Strukturen begünstigt werde.

Daher fordert der Berliner Kinderschutzbund unter anderem:

•        separate Unterbringung von Familien, alleinstehenden Müttern und Kindern
•        nach Geschlechtern getrennte Duschmöglichkeiten
•        ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis aller Helfer_innen
•        geschulte Ansprechpartner_innen vor Ort
•        gesetzlich vorgesehene Versorgung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen gewährleisten

„Wir machen uns große Sorgen, dass es zu Gewalt, insbesondere zu sexuellen Übergriffen gegenüber Kindern und Frauen kommt, von denen niemand etwas erfährt. Diese Menschen wähnen sich bei uns in Sicherheit und erfahren hier möglicherweise erneut Gewalt. Das müssen wir unbedingt verhindern“, betonte die Geschäftsführerin des Berliner Kinderschutzbundes.

Abschließend kritisierte Sabine Walther, dass unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge während der Klärung des Aufenthaltsstatus lediglich notversorgt werden, aktuell bedeutet das: Bis zu neun Monaten in Sammelunterkünften und ohne Schule. „Das widerspricht allem, worauf unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ein Anrecht haben und muss dringend geändert werden“, so Sabine Walther.

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