FSJ im Mädchenladen LiSA. Foto: Landesjugendring Berlin e.V.

David Spitzl
David Spitzl Kinder & Jugendliche Eltern Fachöffentlichkeit & Politik Top-Beitrag Jugendarbeit Qualifizierung & Fachlichkeit
Sonntag, 04. März 2018
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FSJ beim Landesjugendring – ein Bericht

Berliner Jugendliche können sich aktuell wieder für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim Landesjugendring Berlin e.V. bewerben. Der Landesjugendring vermittelt junge Berliner_innen an Jugendverbände, Jugendbildungsstätten und weitere Träger der Jugendarbeit. Hier sammeln die 16 bis 24-jährigen wertvolle Erfahrungen in pädagogischer und sozialer Arbeit mit jungen Menschen.

Im Mädchenladen LiSA ist eigentlich jeden Tag was los. In dem offenen Treffpunkt in Charlottenburg können Mädchen zwischen 6 und 25 Jahren einfach vorbeikommen und ihre Freizeit selbst gestalten, Karaoke singen, tanzen, Hausaufgaben machen, Ausflüge unternehmen oder in der Schreib-AG ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Mittendrin ist seit September 2017 Sophie Scharnow, die hier ein Freiwilliges Soziales Jahr macht.


Eigene Ideen und Projekte einbringen

„Die Idee für die Schreib-AG hatte ich selbst“, sagt die 18-Jährige. „Hier können die Mädchen ohne große Vorgaben kreativ über Dinge schreiben, die sie gerade beschäftigen. Ich finde es schön, dass ich in meinem Dienst direkt etwas einbringen kann – die Schreibwerkstatt ist ja praktisch mein eigenes Projekt“. Viel Unterstützung bekam sie dabei von den Kolleginnen, die immer offen seien für neue Ideen.

Hauptsächlich 15-17-Jährige Mädchen aus den umliegenden Kiezen kommen regelmäßig bei LiSA vorbei, viele schon seit mehreren Jahren. „Anfangs war ich mir nicht sicher, wie ich als neue Mitarbeiterin aufgenommen werde. Aber die Mädchen sind total herzlich“, sagt Sophie. Überhaupt macht ihr die pädagogische Arbeit viel Spaß, zum Beispiel bei Empowerment-Kursen. Oft hätten Mädchen nicht das Gefühl, ernst genommen zu werden und müssen besser wissen, welche Rechte sie haben.


Rüstzeug für das FSJ gibt es in Seminaren

Auf was es bei ihrem FSJ besonders ankommt? „Man muss gut auf Menschen zugehen können und ein Gefühl für die Bedürfnisse der Mädchen haben. Vor allem wenn sie Stress haben“, sagt Sophie. Dabei haben ihr auch die FSJ-Seminare des Landesjugendring geholfen, bei denen es um die Arbeit mit Jugendgruppen geht: „Die Seminare waren für mich eine gute Vorbereitung, wie man auch in Extremsituationen am besten handelt“.

Nach dem FSJ möchte Sophie vielleicht Soziale Arbeit studieren. Sie kann sich gut vorstellen, auch weiterhin bei LiSA als Honorarkraft aktiv zu bleiben: „Die Mädchen haben ohnehin schon fest eingeplant, dass ich auch nach dem FSJ weiter komme“, sagt sie mit einem Lachen.


Das FSJ bietet Orientierung und praktische Erfahrungen

Viele Jugendliche suchen nach der Schule eine Gelegenheit, praktische Erfahrungen zu sammeln und sich zu orientieren, bevor es in ein Studium oder den Beruf geht. Im Freiwilligen Sozialen Jahr beim Landesjugendring Berlin haben die jungen Berliner_innen die Möglichkeit, unterschiedlichste pädagogische und soziale Berufe im Bereich der Jugendarbeit kennenzulernen.

Wer sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Jugendarbeit interessiert, bewirbt sich per E-Mail an fsj-bewerbung(at)ljrberlin.de beim Landesjugendring Berlin e.V. Die über das gesamte Stadtgebiet verteilten Einsatzstellen sind breit gefächert. Informationen und Kontakt unter: www.ljrberlin.de/themen/FSJ.

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