Seit 1988 bildet der AKC e.V. junge Frauen im Alter zwischen 16 und 30 Jahren zur Maßschneiderin und Goldschmiedin aus. Foto: Ausbildungs- und Kulturcentrum e.V.

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Mittwoch, 18. April 2018
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Jugendberufshilfe für junge Frauen

Die individuelle Jugendberufshilfe wird zunehmend wichtiger für die jungen Men-schen mit und ohne Migrationshintergrund im Übergang ins Berufsleben. Ausbildungs- und Kulturcentrum bildet in Berlin seit 1988 junge Frauen im Alter zwischen 16 und 30 Jahren zur Maßschneiderin und Goldschmiedin aus.

Bereits ganz am Anfang unseres Blogs vor fünf Jahren haben wir Ihnen schon einmal das Ausbildungs- und Kulturcentrum vorgestellt. In diesem Beitrag berichtete die 21-jährige Zabrin Chahrour von ihrer Ausbidung zur Maßschneiderin. Heute wollen wir Ihnen den Verein noch einmal genauer vorstellen:

Der Träger der Jugendberufshilfe Ausbildungs- und Kulturcentrum e.V. (AKC e.V.) macht sich stark für die Ausbildung, Berufsvorbereitung und Berufsorientierung von Mädchen und jungen Frauen, die aus unterschiedlich schwierigen sozialen (Familien-)Verhältnissen kommen und/oder bei der Bewältigung von Entwicklungsaufgaben Unterstützung benötigen. In diesem Jahr blickt der Träger auf 30jähriges Bestehen und einen großen Erfahrungsschatz in der sozialpädagogischen Ausbildungsarbeit, der außerschulischen Bildungsarbeit und der Jugendberufshilfe zurück. Im Mittelpunkt der Arbeit von AKC e.V. stehen junge Frauen, mit oder ohne Kinder, die noch keine Erstausbildung haben. Auch jungen Frauen mit Migrationshintergrund und/oder einem so genannten Rehabilitationsstatus werden individuelle Angebote der Ausbildungsförderung unterbreitet.

Die Ausbildung bei AKC e.V. dauert drei bis vier Jahre und wird nach § 13 (2) SGB VIII (Jugendberufshilfe) durch die Jugendberufsagentur oder das Jobcenter Tempelhof-Schöneberg gefördert. Die Ausbildung schließt mit einem qualifizierten Berufsabschluss ab, sodass die jungen Frauen anschließend fit für den Arbeitsmarkt sind und sich nach Wunsch auch weiter qualifizieren können. Die sozialpädagogische Arbeit des Trägers enthält auch solche Ausbildungsinhalte, die lebens- und arbeitsweltbezogenen Schlüsselqualifikationen vermitteln. In einer vertrauensvollen Lernatmosphäre wird den schul- und leistungsdistanzierten Mädchen, den lernbeeinträchtigten und/oder psychisch erkrankten Frauen sowie unbegleiteten geflüchteten und alleinerziehenden Frauen durch individuelle Förderung die Freude am Lernen und das Vertrauen in sich selbst vermittelt. Rund 95 Prozent der Auszubildenden bei AKC e.V. erreichen den angestrebten Bildungsabschluss. Das ist eine Abschlussquote, die sich sehen lassen kann.

Die in den Ausbildungsstätten des AKC e.V. selbst hergestellten handwerklichen Produkte werden im eignen Laden verkauft, der von den Auszubildenden unter Anleitung der Ausbilderinnen betrieben wird. So erlernen die Mädchen und jungen Frauen Kompetenzen, die ihnen helfen, gute Kundenorientierung zu üben, Änderungswünsche entgegenzunehmen, elektronische Kassen zu bedienen und den eigenen Arbeitstag zu organisieren, z.B. durch die Organisation der Betreuung und Versorgung eigener Kinder über die Kitaschließungszeit hinaus. Der Laden hat an zwei Tagen in der Woche geöffnet und wird in Kooperation mit dem Projekt Mütter Lernen - Bildungseinrichtung für junge Mütter der EJF-Akademie für Bildung und internationale Zusammenarbeit betrieben.

Die Arbeit von AKC e.V. wird durch ein Netzwerk verschiedener Beratungs- und Hilfsangebote professionell begleitet und weiterentwickelt. Zudem hat sich der Träger AKC e.V. im Jahr 2006 für die Teilzeitberufsausbildung junger Frauen qualifiziert, im Verbund mit verschiedenen anderen Trägern wie zum Beispiel Life e.V. (unabhängige, gemeinnützige Organisation, die seit 1988 Dienstleistungen in den Bereichen Bildung, Beratung und Vernetzung), Land in Sicht Ausbildungsprojekt e.V., Mütter Lernen - Bildungseinrichtung für junge Mütter der EJF-Akademie für Bildung und internationale Zusammenarbeit und des Bildungs- und Beratungszentrum für Beruf und Beschäftigung gGmbH.

Die Belegung der Plätze im AKC e.V. muss bedarfsgerecht weiterentwickelt werden. Denn es mangelt nicht an interessierten jungen Frauen, sondern viel mehr an passgenauer Vermittlung durch die öffentlichen Träger der Jugendhilfe und Jugendberufshilfe. Insbesondere für die Zielgruppe geflüchteter Frauen, die unbegleitet, minderjährig oder auch schon volljährig sind, manchmal zwangsverheiratet sind – ist es entscheidend, ein Angebot der Berufsorientierung in einem geschützten, frauenspezifischen Bereich zu erhalten.

 

Kontakt:

Ursula Colbow

Ausbildungs- und Kulturcentrum e.V.

Lauterstr. 12/13

12159 Berlin

Tel: 030-859960-00

E-Mail: colbow(at)akc-berlin.de

Internet: www.akc-berlin.de

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