Prof. Dr. Stephan F. Wagner, 1955-2017

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Samstag, 17. Juni 2017
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Nachruf: Wir trauern um Stephan F. Wagner

Am 8. Juni 2017 ist unser Kollege Prof. Stephan F. Wagner plötzlich und unerwartet gestorben. Wir sind immer noch fassungslos und sehr traurig.

Mit Stephan F. Wagner verlieren wir einen hochengagierten Kollegen, einen Vordenker und Streiter für das soziale Berlin und einen guten Freund. Mit seinem unermüdlichen Wirken über viele Jahre hinweg hat er die soziale Arbeit mitgestaltet und die Menschen um ihn herum motiviert.

Stephan F. Wagner hat an der Fachhochschule Dortmund und der Freien Universität Berlin studiert. Danach arbeitete er einige Jahre als Sozialarbeiter im Nachbarschaftsheim Mittelhof e.V. in Berlin Zehlendorf. 1991 nahm er eine Professur im Fachbereich Sozialwesen an der Fachhochschule Jena an.

Seit 1997 leitete er die Paritätische Akademie Berlin. Dort entwickelte er gemeinsam mit anderen erfolgreich den Masterstudiengang Sozialmanagement. Wirtschaftliches Handeln und soziale Verantwortung gehörten für Stephan F. Wagner immer zusammen. Es war ihm ein wichtiges Anliegen, seine Studentinnen und Studenten davon zu überzeugen und sie zu befähigen, neue Ideen auszuprobieren. Dass sich die Paritätische Akademie Berlin insbesondere in den vergangenen Jahren zu einer festen Größe in der sozialen Ausbildung entwickelt hat und über Berlin hinaus über einen exzellenten Ruf verfügt, ist vor allem sein Verdienst.

Stefan F. Wagner war niemand, der sich nur im Büro und am Schreibtisch aufhielt. Er war Sozialarbeiter im besten Sinne des Wortes: ein Netzwerker, der verschiedene Menschen zusammenbrachte und versuchte, sie von seinen Ideen zu überzeugen. Das tat er mit Einfühlungsvermögen und Hingabe, ohne Blick auf die Uhr.

Zusätzlich zu seiner Aufgabe als Geschäftsführer der Paritätischen Akademie Berlin engagierte sich Stephan F. Wagner seit 2010 im Vorstand des Bundesverbandes für sozial-kulturelle Arbeit e.V., dem Dachverband von über 70 Stadtteilzentren und Nachbarschaftshäusern: einem Netzwerk, das wie geschaffen für ihn und seine Vorstellungen von einer solidarischen Gemeinschaft, in der jeder Einzelne Verantwortung trägt, war.

2014 übernahm er dessen Vorsitz.

Stephan F. Wagner war immer ansprechbar. Er war stets offen für neue Vorschläge. Von seinem Gegenüber hat er viel gefordert – für einige war das anstrengend, für viele ansteckend. Manchmal klang das, was er vorschlug, etwas verwegen, zu unkonventionell. Aber am Ende kam meist etwas überraschend Gutes heraus.

Stephan F. Wagner war ein lebensfroher und neugieriger Mensch. Seine Inspiration holte er sich aus verschiedenen Bereichen. Erst im April unternahm er eine Pilgerreise auf dem Jakobsweg. Stephan F. Wagner hatte noch so viele Ideen und noch so viel vor. Seine Gedankenblitze, sein Querdenken werden uns fehlen.

Sein viel zu früher Tod mit 62 Jahren ist für uns alle ein unfassbarer Schlag. Er hinterlässt eine große Lücke nicht nur im Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin, dem Verband für sozial-kulturelle Arbeit und der Paritätischen Akademie, sondern vor allem in unseren Herzen.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Menschen, die ihm nahestehen.

Wir vermissen ihn.

 

Prof. Barbara John, Vorstandsvorsitzende, Paritätischer Wohlfahrtsverband Berlin

Dr. Gabriele Schlimper, Geschäftsführerin, Paritätischer Wohlfahrtsverband Berlin

 

Die Trauerfeier findet am Mittwoch, den 21. Juni 2017 um 11.15 Uhr in der Ernst-Moritz-Arndt-Kirche, Onkel-Tom-Straße 80, 14169 Berlin, statt. Die Beisetzung ist anschließend um 13 Uhr auf dem Friedhof Zehlendorf. 

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