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Andreas Schulz
Andreas Schulz Sozialpädagogische Familienhilfe Hilfen zur Erziehung Wissenschaft Fachöffentlichkeit & Politik
Montag, 15. Mai 2017
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Andreas Schulz Sozialpädagogische Familienhilfe Hilfen zur Erziehung Wissenschaft Fachöffentlichkeit & Politik

#paritaetfamilie: Sozialpädagogische Familienhilfe - Was in Berlin zu tun ist

Eine Themensammlung im Rahmen von "Sozialpädagogische Familienhilfe - neu gedacht"

Erarbeitet wurde die Themensammlung im September 2015 bei einem Treffen in Kreuzberg. Es wird darum gehen, die Themen in Gesprächen auf verschiedenen Ebenen zu platzieren: Fachveranstaltungen, Arbeitsgemeinschaftssitzungen und in Verhandlungen der Vertragskommission Jugend.

 

1. Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und Auftragsklärung

• Aufgabenklarheit zwischen öffentlichem und freien Träger schaffen

• mehr Ressourcen für die Zusammenarbeit mit den Trägern zur Verfügung stellen

• Verlässliche und kompetente Ansprechpartner im RSD

• Zusammenarbeit auf Augenhöhe

• Funktionierendes fachlich arbeitendes Jugendamt

• Einhaltung der Gesetze und Ausführungsvorschriften

• Formulierung des Personalbedarfs durch das BA an den Träger

• Ziel- und Auftragsklärung als Teil der Hilfe, Beteiligung der Familien an der Hilfeplanung

• Realistische Ziel und Aufträge

• Wunsch- und Wahlrecht nach § 5 SGB VIII gewährleisten

• Willen der Leistungsberechtigten berücksichtigen

 

2. Finanzierung der Hilfen

• Planungssicherheit durch Trägerkontingente

• Wege-Zeit als Bestandteil der Arbeit vergüten

• weg von der Fachleistungsstunde hin zum Budget

• Kontingente bewilligen, die der Zielvereinbarung entsprechen

• stabile Finanzierung (Regionalbudget) bei Erhalt der Qualitätsstandards gewährleisten

• Rahmenbedingungen für Planungssicherheit schaffen

• Auskömmliche Fachleistungsstunden ( welche alle Kosten decken)

• In Ruhe fachlich arbeiten können, ohne Angst vor Kürzung oder ständiger Rechtfertigung

• Arbeitsbedingungen, die eine Vollzeittätigkeit ermöglichen statt Grundsicherung für Arbeitnehmer

• einheitliche Fachleistungsstundensätze gewährleisten

 

3. Flexibilisierung der Hilfen

• Hilfen bedarfsorientiert, individuell und verknüpfend gestalten

• Nachbetreuung ermöglichen

• finanzierte Nachsorge berlinweit

• freie Gestaltung der ambulanten Hilfen

• Differenzierung der Angebote

• Verzahnung der Angebote innerhalb des SGB VIII (Entsäulung) sowie mit Angeboten von SGB XII ermöglichen

 

4. Anerkennung und Wertschätzung

• Anerkennung des professionellen Handlungsfeldes

• Honorierung der hohen Fachlichkeit

• Stellung der SPFH im gesellschaftlichen Kontext ( prekäre Lebenslagen) stärken

 

5. Prävention

• Zugang zu den Hilfen für die Familien erleichtern

• niedrigschwellige Angebote als Zugangsmöglichkeit schaffen

• früheres Einsetzen von Hilfen z.B. über Familiengruppen

• präventive Angebote vorschalten, standardisiert z.B. Familienrat

• niedrigschwelligen Leistungsbereich ermöglichen

• präventive Ansätze entwickeln und finanzieren

• Instrumente für die Aktivierung der Ressourcen der Familien nutzen

 

6. Hilfen im Leistungsbereich

• mehr Hilfen im Leistungsbereich

• Weg von der Notfallhilfe hin zur systemischen Strukturhilfe

• Familienhilfe statt Kinderschutz

• fachlich passgenaue Hilfen zeitnah einsetzen

 

7. Kooperationen

• Einbeziehung von Behörden, Ämtern 8. Interkulturelle Kompetenz

• kultursensible SPFH ermöglichen

• Migrationshintergründe, Sprache und Kultur berücksichtigen

Datenschutz und rechtliche Hinweise
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Beliebtheit: 0  Prof. Dr. Mechthild Seithe - Vor 1 Monat 6 Tagen  · 

Mein Name ist Mechthild Seithe.
Einige werden mich über mein "Schwarzbuch Soziale Arbeit" schon kennen oder aus der politischen Arbeit in Berlin. Ich möchte euch Folgendes sagen:

Gratulation! Das sind genau die Punkte, die es gälte für eine
mehr anzeigen ...
gute Sozialpädagogische Familienhilfe durchzusetzen. Leider gehen der Noch-Referentenentwurf und erst recht die Vorstellungen der Regierung, die sich in den Vorläufer-Papieren zeigten - in die entgegengesetzte Richtung! Auf dem Deutschen Jugendhilfe Tag wurde von Seiten der Regierungsvertreter deutlich gesagt, dass man nicht die Absicht hat, sich wirklich von den alten Vorstellungen zu trennen. Es droht der Sozialpädagogischen Familie ein Desaster, wenn nichts passiert - z.B. ein Zusammenschluss aller Familienhelfer*innen auf Bundesebene oder so was ähnliches....

Ansonsten ein Hinweis sozusagen in eigener Sache:

Es ist soeben ein Roman erschienen, der im Jugendhilfemilieu, genauer in der Sozialpädagogischen Familienhilfe von heute spielt und der all die Probleme aufzeigt, mit denen sich Familienhelfer*innen täglich herumschlagen müssen. Zu fast allen euren Forderungen im Papier wird im Roman gezeigt, was es bedeutet, wenn in der Familienhilfe diese Forderungen nicht umgesetzt werden und Familienhilfe zu einer Dienstleistung a la Fallmanagement verkommt.

hier mehr über das Buch "Zum Wohle" von Mechthild Seithe: www.zum-wohle-roman.com
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