Grafik: Anne Sauer, Piktogramm Familie: Thomas Weiss / pixelio.de

Anne Beyer
Mittwoch, 24. Juli 2013
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Sozialwirtschaft erklärt: Beziehung Mensch – Staat – Wohlfahrt

Wir möchten mit unserem Blog einen Einblick in unsere Arbeit geben. Denn immer wieder stoßen wir auf die Frage, inwieweit unsere Themen für Jugendliche, Familien, Bürgerinnen und Bürger überhaupt verständlich dargestellt sind. Und bei der Vielzahl der Vereine, Verbände und Aufgabengebiete scheint das Thema „Sozialwirtschaft“ zunächst recht kompliziert zu sein. Die Texte dazu sind oft durch Fachsprache, Vorschriften und rechtliche Hinweise für Außenstehende schwer verständlich.

Wir möchten Ihnen und Euch daher mit dieser Serie „Sozialwirtschaft erklärt“ unsere Themen näherbringen und erklären. Denn dass die Sozialwirtschaft ein Gebiet ist, dass für jeden irgendwann ein Thema wird – das steht außer Frage. Angefangen bei der Kita, über Jugendfreizeiteinrichtungen, Beratungsstellen, Betreuung von Familien, Einrichtungen für Menschen mit Hilfebedarf bis zur Altenpflege erreicht das Spektrum alle Lebenslagen. Dabei ergänzen und ersetzen die Institutionen der Sozialwirtschaft oft Familienstrukturen. Die Kinder werden betreut, alte Menschen gepflegt und Hilfe wird geboten, die die Aufgaben einer Familie ergänzt oder zum Teil auch übernehmen muss.

Im ersten Teil dieser Reihe möchten wir die grundlegende Struktur – das Beziehungsgeflecht zwischen den Menschen, dem Staat und der Wohlfahrt – erklären: das sogenannte sozialrechtliche Dreiecksverhältnis.

Die Sozialwirtschaft unterstützt Menschen, die allein nicht zurecht kommen. Das ist eine der Grundlagen des Sozialstaates. Zu diesen Hilfebedürftigen gehören unter anderem ältere Menschen, Kranke, Behinderte, Kinder und Jugendliche. Sie erhalten Unterstützung durch Institutionen (in der Sozialwirtschaft spricht man dabei von Trägern) und deren Einrichtungen wie zum Beispiel Kindergärten, Einrichtungen für Kinder und Jugendliche, Seniorenwohnheime, Werkstätten für Menschen mit Behinderung oder Jugendclubs. Die Klienten, Bürger, Leistungsempfänger oder „Kunden“ leben zum Teil oder ganz dort, werden beim Einkaufen oder Kochen betreut, erhalten Unterstützung im Alltag oder lernen Wichtiges für ihr Leben.

Die Sozialwirtschaft bietet dadurch vielen Menschen Arbeitsplätze: zum Beispiel Erziehern, Sozialarbeitern und Altenpflegern. Und viele kümmern sich um die Leitung und Organisation.

Damit das alles funktioniert, gibt es Gesetze in Deutschland. So haben zum Beispiel Familien einen Anspruch auf Unterstützung bei der Erziehung ihrer Kinder. Der Staat beauftragt nun Träger, diese Leistung, auf die die Menschen einen Anspruch haben, zu erbringen. Die Träger sind Institutionen, die Personal und Sachmittel für Dienstleistungen wie soziale Hilfen zur Verfügung stellen.
Manchmal sind damit auch für die Bürgerinnen und Bürger Beiträge oder eine Mitwirkungspflicht verbunden. Der Staat bezahlt die Träger dafür, dass sie die Leistung erbringen, und die Klienten schließen einen Vertrag mit diesen Trägern. Die meisten Träger, egal ob privat oder gemeinnützig, sind wiederum in Dachverbänden organisiert. Dazu gehört z.B. der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband. Aber das ist sicherlich schon ein weiteres Thema für unsere Serie.

Das Ganze ist ein Dreiecksverhältnis, das folgende Grafik noch einmal verdeutlicht.



Welchen Begriff möchten Sie und möchtet Ihr einmal erklärt haben? Welche Themen interessieren Sie/Euch?

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Beliebtheit: 0  Fitimqenaj@hotmail.de - Vor 2 Wochen 1 Tag  · 

Das ist sehr logisch erklärt. :D Danke.
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