Foto: T_Rest Facebookseite

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Redaktionsteam Fachöffentlichkeit & Politik Jugendarbeit
Donnerstag, 16. August 2018
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T_Rest – Wie geht es weiter?

T_Rest ist seit Anfang 2017 das soziale Netzwerk der Kinder-, Jugend- und Familienprojekte Berlins.

Wie alles begann

Im öffentlichen Finanzierungsplan sind Kinder-, Jugend- und Familienprojekte (Paragraphen 11, 13.1 und 16 KJHG) im
Transfer-Teil (T_Rest) eingeordnet. „Damit unsere Arbeit nicht zum sozialpolitischen Restposten verkommt, brauchen
wir vor allem Solidarität, Wertschätzung und ein klares politisches Bekenntnis zu unserer Arbeit.“ (Manifest). Seit Ende der
1990er-Jahre wurde in Berlin kontinuierlich im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit gekürzt.

Im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg gab es seit 2015 ein Bündnis von freien Trägern, unterstützt durch die Jugendförderung des Bezirksamtes. In einer ersten Kampagne „Mehr Geld in den Topf“ engagierten sich alle Beteiligten in einer Postkartenaktion und einem Pressegespräch mit vier Jugendstadträt_innen zur Frage der Sicherung einer stabilen Finanzierung der Kinder-, Jugend- und Familienprojekte im Bezirk. „Nach diesem gemeinsamen Kraftaufwand fragten wir uns ‚Was nun? Sollen wir aufhören?‘ ‚Nein‘, entschieden wir, ‚im Gegenteil, wir werden uns um Öffentlichkeit für dieses Thema kümmern!‘“ erzählt Annett Hauf, Leiterin der Kinderfreizeiteinrichtung Regenbogenhaus in Berlin-Friedrichshain. „Denn eins wurde immer wieder deutlich: Die öffentliche Wahrnehmung und das Interesse am Thema ist leider insgesamt sehr gering. Wir erkannten, dass wir ein berlinweites Bündnis und zeitgemäße, berlinweit wirksame Aktionen brauchen, die eine öffentliche Wahrnehmung fördern und die Forderung nach einer stabilen, auskömmlichen Finanzierung unterstützen. Parallel geht es natürlich auch immer darum, auf politischer Ebene zu informieren bzw. informiert zu sein, insbesondere im Hinblick auf
die Entwicklungen beim Jugendfördergesetz“, erklärt Annett Hauf.


Eine professionelle Kampagne entsteht
Die Werbeagentur Peperoni entwickelte eine Kampagne und Materialien, finanziert über Mittel des Jugendamtes Friedrichshain-Kreuzberg, welches die Kampagne deutlich unterstützte. Aufgabe der Werbeagentur war es, eine Kommunikationsstrategie für die Projekte der Kinder-, Jugend- und Familienarbeit in Berlin zu entwickeln, die ihnen helfen sollte, alle Projekte zu einem „sozialen“ Netzwerk zu verbinden, die Öffentlichkeit für ihre Ziele zu gewinnen und nachhaltig eine Marke aufzubauen, die ihnen im politischen Meinungsbildungsprozess Einfluss verschafft. Am 3. März 2017 startete T_Rest berlinweit.


Was passierte dann?

An T_Rest teilnehmende Einrichtungen und Projekte unterzeichneten eine Selbstverpflichtungserklärung, in der sie dem
Mitmachen an Aktionen, dem Verwenden des Logos und der Materialien (wie z.B. EdgarCards) und der Beteiligung an der
Facebook-Seite zustimmten. T-Shirts und EdgarCards wurden an die Einrichtungen verteilt. „Viele haben sich uns angeschlossen. Zu Beginn des Jahres 2017 waren Einrichtungen und Projekte aus 10 von den insgesamt 12 Berliner Bezirken
dabei. Das war schon ein Erfolg!“, sagt Annett Hauf.

T_Rest startete im März 2017 mit der Facebookseite und einer Aktion „1-Satz für Berlin“, der viele weitere Aktionen folgten.
Allerdings ging der Kampagne in der zweiten Jahreshälfte ein wenig die Puste aus. Nach dem buchstäblich ins Wasser
gefallenen „Reste-Essen“, das aufgrund des Starkregens nicht wie geplant auf dem Tempelhofer Feld, angegliedert an das
Jugendforum, stattfinden konnte, war es schwer, den Schwung wieder aufzunehmen. Alle Beteiligten hatten in der ersten Jahreshälfte mit viel Energie die einzelnen Aktionen vorbereitet, Materialien aufbereitet… und dann noch Sommerpause!

Aufgrund der zurückgehenden Beteiligung, sowohl in der Steuerungsrunde als auch an den einzelnen Aktionen, gab es Ideen,
die Aktionen kleiner zu halten oder direkt in den Einrichtungen stattfinden zu lassen.


Wie weiter
„Ende 2017 verfassten wir einen Brief an die Jugendstadträt_innen, -direktor_innen und die Vorsitzenden der Jugendhilfeauschüsse, in dem der aktuelle Stand der Finanzierung in den §§ 11, 13.1 und 16 KJHG abgefragt
wurde. Ziel war es, zu erfassen, welche Veränderungen oder Entwicklungen es gibt. Aus fast allen Bezirken gab es Rückmeldungen dazu. Mit diesen Ergebnissen bzw. den aktuellen Zahlen werden wir die Kampagne untermauern und weiter öffentlich aktiv sein“, erklärt Annett Hauf.

Für das Jahr 2018 sind keine großen Aktionen geplant. Eine öffentlichkeitswirksame Beteiligung an relevanten Großveranstaltungen ist vorgesehen, so zum Beispiel beim Jugendforum, das am 25. Juni 2018 unter dem Motto „Berlin, wir müssen reden – jetzt erst recht.“ auf dem Pfefferberg stattfindet. Denn eins ist klar: Die Arbeitsgruppen zur Erarbeitung des neuen Jugend- und Familienfördergesetzes brauchen T_Rest, damit sie den roten Faden nicht verlieren!

Der Beitrag erschien zuerst im FiPP-Magazin, Ausgabe 02/2018.

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