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Dienstag, 10. Oktober 2017
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"Die Sorgen der Jugendlichen ernst nehmen"

Fünf Fragen an Lisa Tammena, Online-Beraterin bei JugendNotmail #TagderseelischenGesundheit

Warum engagierst du dich ehrenamtlich bei JugendNotmail?

Vielen Kindern und Jugendlichen mit Problemen könnte man durch Zuhören und Unterstützung einfach weiterhelfen. Es ist bis dato leider immer noch so, dass psychische Erkrankungen oder Leiden als Tabu-Thema in der Gesellschaft angesehen werden. Deshalb freue ich mich, als Online-Beraterin bei JugendNotmail einen kleinen Beitrag leisten zu können, Jugendlichen mit Problemen weiterzuhelfen. Wir bieten ihnen eine anonyme Anlaufstelle, wo sie in ihrer subjektiv schweren Zeit Unterstützung und Halt finden.

Wie bist du auf JugendNotmail aufmerksam geworden?

Ich habe auf einem Blog über ein amerikanisches Äquivalent gelesen und dann geschaut, ob es sowas auch im deutschsprachigen Raum gibt. Ich empfand die Idee so spannend und zeitgemäß. Als mir dann noch zwei Freundinnen ganz begeistert davon erzählt haben, dass sie früher ehrenamtlich für JugendNotmail tätig waren, habe ich mich beworben und bin seit Anfang des Jahres hier tätig.

Was wird von dir erwartet?

Die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in seelisch schwierigen Situationen. Wir beraten zu 13 verschiedenen Themen wie z.B. Depressionen, Selbstverletzung oder Suizidgedanken. Oftmals trauen sich die jungen Leute nicht, mit ihrem Umfeld über ihre Probleme zu sprechen. Bei JugendNotmail können sie anonym Kontakt aufnehmen, wir nehmen sie ernst und gehen individuell auf ihre Anliegen ein.

Was sind die Herausforderungen für dich?

Die Vielfalt an Fragen und Problemen sowie die Tatsache, dass der Mensch auf der anderen Seite ein völlig Unbekannter ist, mit dem man lediglich schriftlich kommuniziert, ist neu für mich. Anhand des geschriebenen Wortes ist es viel schwieriger, Emotionen und Reaktionen zu erkennen, als wenn man sich persönlich gegenüber sitzen würde. Mich reizt die Aufgabe, sich dem Problem durch Fragen und Nachfragen zu nähern, eine vertrauensvolle Kommunikation aufzubauen und so dem Jugendlichen lösungsorientiert weiterzuhelfen.

Was bringt dir dein ehrenamtliches Engagement?

Definitiv viel Erfahrungsschatz, da ich mit sehr vielen unterschiedlichen Jugendlichen in völlig unterschiedlichen Situationen zu tun habe. Ich habe das Gefühl, ihre Probleme wirklich kennenzulernen. Selber merke ich, dass ich von Beratung zu Beratung wachse und mir immer mehr zutraue.

 

Wir danken den Kolleginnen und Kollegen bei JugendNotmail für dieses Interview und Ihre Beiträge auf jugendhilfe-bewegt-berlin zum Tag der seelischen Gesundheit.

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