Wie geht es nach der Schule weiter? Ein Infoabend für Eltern von Jugendlichen mit Behinderung. Foto: Barbara Brecht-Hadraschek

Barbara Brecht-Hadraschek
Barbara Brecht-Hadraschek Inklusion Eltern Fachöffentlichkeit & Politik Wissenschaft
Freitag, 20. April 2018
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Übergang vom Förderzentrum in das Berufsleben?

Wie geht es nach der Schule weiter? Beim Übergang vom Förderzentrum in das Berufsleben stellen sich für Eltern von Schüler*innen mit Behinderungen viele Fragen: Welche Arbeits- oder Beschäftigungsmöglichkeit ist für mein Kind geeignet? Welche wohnortnahen Angebote gibt es? Wer übernimmt die Kosten? Welche Anträge muss ich bei welchem Amt stellen? Diese und viele andere Fragen konnten Eltern Mitte April bei einem Infoabend in der Peter-Frankenfeld-Schule klären.

Organisiert von der tandem-Schulsozialarbeit der drei Förderzentren mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ Peter-Frankenfeld-Schule, Schule am Bienwaldring und Steinwaldschule, kamen viele Expert*innen unterschiedlicher Institutionen, um zu informieren und Fragen zu beantworten. Norbert Spies, Schulsozialarbeiter der tandem BTL und Nadine Boehnert vom Stadtteilzentrum Steglitz hatten die Veranstaltung gemeinsam geplant und organisiert – und rund 60 interessierte Eltern, Schüler und Schülerinnen sowie Pädagog*innen waren gekommen, um sich umfassend zu informieren.

Zunächst beschrieb Christian Meyerdierks, Teamleiter des Begleitenden Dienstes bei der FSD LWerk Berlin Brandenburg gGmbH, die Wege in die Werkstatt für Menschen mit Behinderungen (WfbM). Peggy Marx von der Rehaberatung der Agentur für Arbeit zeigte anschließend praxisnah, welche Anträge auszufüllen sind und an welche konkreten Ansprechpartner*innen in der Agentur für Arbeit die Eltern sich wenden können.

Johannes Richter, Ansprechpartner für den Bereich WfbM und Förderbereiche bei der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales (SenIAS), gab abschließend einen guten Überblick über den Übergang von der Schule in die Werkstatt oder Fördergruppe, zeigte die Änderungen durch das Bundesteilhabegesetz auf und stellte neue Beschäftigungsmodelle vor, die durch das „Budget für Arbeit“ ermöglicht werden.

Ulrike Pohl, Referentin für Menschen mit Behinderungen beim Paritätischen Wohlfahrtsverband, stand den ganzen Abend über für Fragen zur Verfügung. Außerdem konnten sich die Besucher*innen an den Informationsständen mehrerer freier Träger von Werkstätten für Menschen mit Behinderung mit Informationen versorgen. Das Angebot wurde von den Eltern gut angenommen, die sich in vielen Gesprächen umfassend und persönlich informieren konnten. „Der rege Besucherandrang sowie viele positive Rückmeldungen von Besuchern des Infoabends haben uns gezeigt, dass es einen hohen Bedarf an konkreten Informationen im Bereich der Berufsorientierung an den Förderzentren gibt“,  bilanzierte Norbert Spies den Verlauf der Veranstaltung.

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