Das Tandem Barisha und Ralf Gottschalk; Foto: UNIONHILFSWERK

Flavia Röhrs Mentoring Pankow Lichtenberg Treptow-Köpenick Migration Qualifizierung & Fachlichkeit Fachöffentlichkeit & Politik
Montag, 19. September 2016
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Flavia Röhrs Mentoring Pankow Lichtenberg Treptow-Köpenick Migration Qualifizierung & Fachlichkeit Fachöffentlichkeit & Politik

Unterstützung beim Neustart - "Integrationspatenschaften"

Das UNIONHILFSWERK initiiert ein Patenschaftsprogramm für die Bewohner der Flüchtlingsunterkünfte in Pankow, Lichtenberg und Köpenick.

Tausende Kilometer von Daheim entfernt, ohne Sprach- und Ortskenntnis in einem völlig fremden Kulturkreis noch mal bei null anfangen – dies ist die Lebensrealität der meisten Flüchtlinge in Europa. Wohl dem, der beim Neustart auf die Hilfe und Unterstützung eines Freundes zählen kann. Einen solchen zu finden ist die Idee hinter dem Projekt „Integrationspatenschaften“, welches im Rahmen des Bundesprogrammes „Menschen stärken Menschen“ durch das Bundesfamilienministerium und den Paritätischen Berlin gefördert wird. Im UNIONHILFSWERK kümmert sich das Freiwilligenmanagement in enger Abstimmung mit den Freiwilligen Koordinatoren in den Flüchtlingsunterkünften Pankow, Lichtenberg und Köpenick um die Umsetzung.

Wie bei den Jugend-Mentoring-Projekten, wird ein Tandem, bestehend aus einem Flüchtling und einem freiwillig Engagierten, gebildet. Die Themen, mit denen sich die Paare beschäftigen sind dabei so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Während die einen gemeinsam Deutsch pauken, geht es bei den anderen um praktische Hilfestellung im Alltag. Die Paten erklären den Geflüchteten z.B. wie man Schulbücher kauft, wie der BVG Automat funktioniert oder das Gesundheitssystem. Sie zeigen ihnen Berlin, laden sie zu sich nach Hause und machen sie mit deutschen Traditionen vertraut. Da die Paten mit den deutschen Strukturen vertraut sind, können sie Hürden überwinden, die die Geflüchteten alleine nicht hätten nehmen können. Im Gegenzug eröffnet sich auch den Helfern eine neue Welt. Sie erfahren nicht nur Dinge über das Herkunftsland ihres Schützlings, sondern sehen auch ihre eigene Heimat oft mit neuen Augen.

Einer der Paten ist Ralf Gottschalk, Koordinator in der frisch eröffneten Flüchtlingsunterkunft Pankow. Er engagiert sich bereits seit Beginn des Projekts in mehreren Patenschaften. U.a. unterstützte er einen jungen Mann aus dem Kosovo dabei, seine Bewerbungsunterlagen zusammenzustellen und begleitete ihn zu zwei Ausbildungsmessen. Diese Ausflüge und die gemeinsamen Gespräche halfen dem ehrgeizigen jungen Mann, sich seiner Chancen und Möglichkeiten in Deutschland bewusst zu werden und eine berufliche Perspektive zu entwickeln. In kürze beginnt er am Oberstufenzentrum eine Ausbildung zum Kfz Mechatroniker.

Um die Paten zu unterstützen, findet alle sechs Wochen ein Treffen mit Mitarbeitern des UNIONHILFSWERK statt. Dabei werden die bisherigen Herausforderungen reflektiert und Anregungen ausgetauscht. In der angebotenen Gruppensupervision können die Paten außerdem mit erfahrenen Psychologen über das Erlebte sprechen. Die Verantwortlichen freuen sich nun, dass sie in Zukunft möglichst viele Anwohner aus den Kiezen als Paten gewinnen können. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich direkt mit den Verantwortlichen im UNIONHILFSWERK in Verbindung zu setzen. Sie erreichen uns per Mail an patenschaften(at)unionhilfswerk.de oder telefonisch unter 0162/4283835 bzw. (030) 42265-887. Ansprechpartnerin ist Flavia Röhrs. Alle Informationen zum Projekt finden Sie natürlich auch im Netz unter www.unionhilfswerk.de/integrationspatenschaften

 

Flavia Röhrs ist Koordinatorin des Projekts "Integrationspatenschaften" beim UNIONHILFSWERK.

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