Cordula Weigel, Koordinatorin des Projektes „Brücken bauen“ – Angebote für und mit geflüchteten Familien, und Hannelore Tuchen, die sich als Patin ehrenamtlich für Geflüchtete einsetzt. Fotos: Anne Beyer

Anne Beyer
Anne Beyer Eltern Fachöffentlichkeit & Politik Migration Qualifizierung & Fachlichkeit Lichtenberg Angekommen in Berlin?! Top-Beitrag
Montag, 20. November 2017
0
Anne Beyer Eltern Fachöffentlichkeit & Politik Migration Qualifizierung & Fachlichkeit Lichtenberg Angekommen in Berlin?! Top-Beitrag

Voller Einsatz als Patin für geflüchtete Familien

„Sie sind Teil meiner eigenen Familie geworden“ – ehrenamtliches Engagement im Projekt „Brücken bauen“ – Angebote für und mit geflüchteten Familien

„Die Arbeit der ehrenamtlichen Paten ist für dieses Projekt immens wichtig. Es ist etwas anderes, wenn jemand anderen bewusst seine Zeit schenkt. Das schafft eine Offenheit und Beziehung zu den geflüchteten Familien, die wir als Hauptverantwortliche nicht leisten können. Der Blick und die Ideen von außen sind eine große Bereicherung für unsere Arbeit“, erzählt Cordula Weigel, Koordinatorin des Projektes „Brücken bauen“ – Angebote für und mit geflüchteten Familien. Das Projekt wurde im Oktober 2015 durch die Albert-Schweitzer-Familienzentren „Kikiflo“ und „Die Brücke“ ins Leben gerufen.

Eine der Patinnen, die sich seit gut einem Jahr für eine Familie aus Syrien einsetzt, ist Hannelore Tuchen. Die 76-jährige Rentnerin war 50 Jahre lang Erzieherin und Kitaleiterin, hat selbst zwei erwachsene Söhne, drei Enkel und zwei Urenkel.

Frau Tuchen engagiert sich seit fast 20 Jahren ehrenamtlich in der Arbeit mit Kindern und Familien: „Sie sind Teil meiner eigenen Familie geworden. Wenn der Vater der syrischen Familie mir sagt ,Hannelore, wir sind immer für dich da‘, dann bedeutet mir das viel. Man bekommt so viel zurück: Anerkennung, Dankbarkeit und Respekt. Ich musste selbst als Kind mit meiner Familie aus Sudetendeutschland fliehen. Daher geht mir das Thema Flucht sehr nahe. Ich frage nicht nach traumatischen Erlebnissen. Viele wollen gar nicht darüber reden, sondern darüber, wer sie vor der Flucht waren. Sie sind einfach froh, dass jemand DA ist.“

Alle Paten treffen sich einmal im Monat, um sich über ihre Erlebnisse auszutauschen. Sie werden von den hauptamtlichen Sozialpädagoginnen des Projektes fachlich begleitet. Eine Mitarbeiterin des Jugendmigrationsdienstes berät zu Themen wie Sprachkurse, Schul- und Ausbildung, Wohnungssuche sowie zu rechtlichen Fragen. „Die Paten helfen beim Ankommen, sie zeigen den Familien die Stadt und vermitteln zu weiteren Angeboten und Hilfeleistungen“, berichtet Cordula Weigel. „Wir würden uns wünschen, dass sich noch mehr Ehrenamtliche für dieses Projekt melden würden.“

Wer Interesse oder Fragen hat, wendet sich einfach an:

Familienzentrum „Die Brücke“

Gensinger Straße 58
10315 Berlin
Telefon (030) 50018623
bruecke(at)kinderdorf-berlin.de

Datenschutz und rechtliche Hinweise
Datenschutzbericht - 16.12.2017, 21:19:29
Https ist nicht aktiv
Datenbank ist auf dem gleichen Server
Cookies können akzeptiert oder verweigert werden AkzeptierenVerweigernCookies werden akzeptiert Cookies werden verweigert
Suchmaschinen indexieren keine Kommentare
Datenschutz könnte besser sein (50%)
2
Software policy
Diese Software hat keine bekannten Hintertüren oder Verletzbarkeiten die es Dritten erlauben würden Ihre Daten zu kopieren. Mehr zum Datenschutz dieser Kommentar- und Bewertungssoftware: www.toctoc.ch
Beitrag bewerten
Noch nicht bewertet.

keine.

Ihr Kommentar ist eine Antwort auf den folgenden Kommentar
Vorschau wird geladen ...
*: Pflichtfeld

Auf Facebook kommentieren

Ähnliche Artikel

15.12.2017|
David Spitzl Kinder & Jugendliche Eltern Fachöffentlichkeit & Politik Top-Beitrag

Wenn die Schule zum Fulltime-Job wird

15.12.2017|
Bernd Schüler Mentoring Qualifizierung & Fachlichkeit Wissenschaft Fachöffentlichkeit & Politik Top-Beitrag

„Im Gruppen-Mentoring gibt es mehrere Arten von Beziehungen‟

14.12.2017|
Astrid Staudinger Eltern Wissenschaft Fachöffentlichkeit & Politik Kinderschutz Top-Beitrag Hilfen zur Erziehung

TBT: Unser erfolgreichster Blogbeitrag bislang