Foto: Frank Günzel und Christine Kölbel/ T_Rest

Andreas Schulz
Andreas Schulz Jugendarbeit Kinder & Jugendliche Eltern Fachöffentlichkeit & Politik Wissenschaft Top-Beitrag
Montag, 28. August 2017
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"Wir dürfen nicht weiter ein Rest-Posten bleiben!"

Fünf Fragen an Christine Kölbel und Frank Günzel von T_Rest, Berlins Sozialem Netzwerk

Wer versammelt sich hinter T _ Rest und was wollen Sie erreichen?

T_Rest ist initiiert von Mitarbeiter_innen verschiedenster Kinder-, Jugend- und Familienprojekte aus allen Berliner Bezirken, inzwischen gehören über 270 Projekte in Berlin, deren Mitarbeiter_innen und deren Zielgruppen dazu. Die Kampagne T_Rest lebt von dem Zusammenschluss der Einzelnen und ihren Aktionen, sie hat keine juristische Rechtsform und wird nach außen von allen teilnehmenden Projekten sowie gegenüber der Presse von drei Pressesprecher_innen vertreten. T_Rest ist eine Imagekampagne und lebt von den Gesichtern, Ideen und dem Engagement von allen, die dahinterstehen. Mit dieser Imagekampagne soll die Öffentlichkeit den Wert der Kinder-, Jugend- und Familienprojekte für die Menschen in dieser Stadt sehen, kennenlernen und schätzen. Wir haben die Erfahrung gemacht, daß alle bisherigen Demonstrationen, Forderungskataloge, Pressekonferenzen etc. keine oder nur wenig Wirkung erzielt haben, weil die Arbeit der Kinder- , Jugend- und Familienprojekte kein ausreichendes Image sowohl in der Jugendpolitik als auch in der Öffentlichkeit haben. Dabei liegt so unglaubliches Potential in den Kinder-, Jugend- und Familienprojekte für eine demokratische Gesellschaft. So wollen wir jetzt unser Gesicht zeigen, indem der Wert dieser Arbeit durch Wort und Bild deutlich wird. Was wollen wir erreichen? Hierfür hängen wir unser Manifest 1 und 2 an, das sagt alles.

Seit März sind Sie mit der Kampagne am Start, wie läuft es denn?

Kurz zum Überblick: Wir haben im März mit der Facebook-Seite gestartet, im April kam die Aktion #1Satz für Berlin dazu, die Facebook-Seite spiegelt in Bildern einen Teil der Aktionen wider. Im Mai haben wir Freeze-Bilder vor der republica gestellt und im Juni hatten wir gemeinsam mit dem jugendforum auf dem Tempelhofer Feld das große T_Restessen geplant, was leider durch den Starkregen ausfallen mußte. Jetzt hängen gerade in der ganzen Stadt, durch Wall gesponsert, die Plakate mit der Werbung für die Kampagne an den Litfaßsäulen, es geht weiter mit der digitalen Werbung auf den Werbeflächen von Wall. Und gerade sind wir dabei, das große T_Restessen neu vorzubereiten für Ende September. Wir freuen uns, daß inzwischen aus allen Bezirken Berlins die MitarbeiterInnen verschiedenster Kinder-, Jugend- und Familienprojekte dabei sind. Wir freuen uns, daß viele die Idee, das Image unserer Arbeit nach draußen zu tragen, aufgenommen haben, kreativ dabei sind und mit ihren eigenen Ideen deutlich machen, daß wir nicht der letzte Rest von Berlins sind. Für alle, die sich bisher noch nicht entschieden haben, an der Kampagne teilzunehmen, sei gesagt, Ihr könnt immer, jeden Tag, dazukommen und mitmachen. Denn: wir alle sind T_Rest.

Was war Ihr persönliches Highlights im bisherigen Verlauf der Kampagne?

Als ich die Fotos mit den Sätzen zu 1Satz für Berlin gelesen hab, das hat mich berührt und stolz gemacht.

Wie sind Sie mit der Resonanz zufrieden und was können Interessenten für die Kampagne tun?

Wir sind schon zufrieden mit der bisherigen Resonanz unter den Fachleuten und wissen doch, daß es immer noch mehr werden kann und in der Öffentlichkeit mehr werden muss. Alle, die Interesse haben und mitmachen wollen, können sich gern unter T-Rest(at)berlin.de melden. Dort bekommt Ihr alle Informationen für Kontakte, Materialien etc. Und wenn Ihr selbst bei Facebook dabei seid, dann teilt die Veranstaltungen. Es gibt Postkarten, die die Slogans der Kampagne tragen und die gern verteilt werden können. Die Postkarten können abgeholt werden im Circus Schatzinsel, May-Ayim-Ufer 4, 10999 Berlin, Tel.: 22502461. Und vor allem: redet und schreibt über uns, nutzt twitter und instagram, macht Fotos und Filme von den vielen Aktivitäten in den Kinder-, Jugend- und Familienprojekten jeden Tag: offen für alle, freiwillig, kostenfrei, an euren Interessen orientiert und durch euch gestaltet. Helft, dass diese tolle Arbeit genauso wahrgenommen wird, wie andere Bereiche des sozialen Lebens für Kinder, Jugendliche und Familien, wie z.B. die Kitas, Spielplätze oder Schulen.

Was erwartet uns in der nächsten Zeit und wie geht es insgesamt mit T_Rest weiter?

Wir bereiten das Große T_Restessen für den 21. September von 17 bis 19 Uhr im Park Gleisdreieck vor, bei dem wir sehr gern direkt in den Dialog mit politisch in dieser Stadt Verantwortlichen und anderen Personen des öffentlichen Lebens kommen wollen. Wenn alle Genehmigungen vorliegen, versenden wir die Einladungen. Mit dem T_Restessen ist es aber nicht getan, denn die Vorbereitungen des neuen Jugendfördergesetzes haben begonnen und wir müssen uns einmischen und unser Gesicht zeigen. Wir dürfen nicht weiterhin ein Rest-Posten bleiben und haben dafür noch viele tolle Aktionen geplant, so lange, bis wir, unser Potential und unser finanzielles T_Rest_Dasein im Bewusstsein der Öffentlichkeit und Politik vollständig angekommen sind.

 

Christine Kölbel (Circus Schatzinsel Kreuzberg) und Frank Günzel (Spielhaus Friedrichshagen, Treptow-Köpenick) sind PressesprecherInnen der Kampagne T_Rest; das Trio komplettiert Stefanie Woschniok vom RAA Friedrichshain-Kreuzberg.

Die Fragen stellte Andreas Schulz, Jugendhilfereferent des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Berlin.

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