Im Theaterstück „Trau Dich!“ werden verschiedene Formen des Kindesmissbrauchs und der Umgang damit thematisiert. Foto: David Ausserhofer

Norbert Struck
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Mittwoch, 22. November 2017
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Zur Prävention sexuellen Kindesmissbrauchs: „Trau Dich!“

Über die Berlin-Premiere des Theaterstücks „Trau Dich!“

Voll war’s heute im 4. Stock des Admiralspalastes. Viele Schulkinder der Klassen 5 und 6 von Berliner Schulen erlebten die Berlin-premiere des Theaterstücks „Trau Dich!“. … und sie reagierten lebhaft und begeistert auf die vier Schauspieler*innen, die Spannungsbögen des Stücks und auf die Interaktionen mit ihnen, Fragen und Antworten, mit denen Lisa Scheibner; Julia Bihl, Marcus Thomas und Helge Gutbrod, die Schauspieler*innen der Kompanie Kopfstand, schon vor der Aufführung im Hof begannen.

Caren Miosga, Moderatorin der Tagesthemen, stimmte das Publikum mit einer sehr persönlichen Video-Botschaft ein, sprach über Gefühle und den Ekel, wenn ihre Großmutter sie mit Spucke säubert. Das Empfinden, Verstehen und Äußern von Gefühlen, von guten, schlechten oder auch unklaren ist eine der Klammern des Stücks. Die andere ist das Unterscheiden von guten und schlechten Geheimnissen und die Traute, sich bei schlechten Geheimnissen, Rat und Unterstützung zu holen.

Einen Erzählstrang bildet die erdrückende und knutsch-sabbernde Oma und der – gelingende – Versuch, ihr Grenzen aufzuzeigen. Ein weiterer der sexuelle Missbrauch eines Bräutigams an der jüngeren Schwester seiner Braut, die Schwierigkeiten des Mädchens Gehör zu finden und die letztliche Öffnung gegenüber ihrer Schwester. Der dritte Strang dreht sich um den sozialen Druck, endlich einen Jungen küssen zu müssen, und die Befreiung daraus zu entspannterem Selbstbewußtsein. Zum Schluss stellten sich noch Strohhalm, Wildwasser und Tauwetter kurz auf der Bühne als Beratungsstellen in Berlin vor, und dann wurde noch auf die „Nummer gegen Kummer“ (116111) aufmerksam gemacht.

Mehr zu alldem kann man auf www.trau-dich.de erfahren.

Zur Premiere waren auch Sandra Scheeres, die Berliner Jugendsenatorin, Staatssekretärin Caren Marks vom mitfinanzierenden Bundesjugendministerium und Dr. Heidrun Thaiss, die Direktorin der veranstaltenden Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, gekommen. Trau Dich wird seit 2013 aufgeführt – jeweils in einem Bundesland, in dem vorher Fortbildungen zum Stück und zum Thema für die Lehrer*innen stattgefunden haben. Zunächst einmal geht das über 2 Jahre.

Die nächsten Termine in Berlin sind:

• Donnerstag, 30.11.2017: Freizeitforum Marzahn-Hellersdorf

• Mittwoch, 11.04.2018: Atze

• Donnerstag, 12. 04.2018: FEZ

• Dienstag, 08.05.2018: Ernst-Reuter-Saal

• Mittwoch, 30.05.2018: Heimathafen

• … und dann geht’s weiter. Wenn das Land sich das Konzept zu eigen macht, kann es in Landesregie weitergeführt werden. Hessen hat sich hierzu schon entschlossen. Vielleicht ist Berlin nach 2 Jahren Spielzeit ja auch so weit – Sandra Scheeres schloss das auf der Pressekonferenz vor der Aufführung nicht aus – nach der Aufführung war sie vermutlich dieser Option schon näher gerückt, denn die Aufführung war beeindruckend.

 

Norbert Struck ist Jugendhilfereferent beim Paritätischen Gesamtverband.

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